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Frisbee mit dem Hund - oder einfach: "Dog-Frisbee"

© Foto: Stefan Weddig-Bangert

 

Die meisten populären modernen Hundesportarten kommen aus England - nicht so das DogFrisbee. Disc Dogging entstand Anfang der Siebziger Jahre in den USA. Zu der Zeit war Frisbee Spielen sehr angesagt und es war nur eine Frage der Zeit, bis der Hund auf die Frisbee kam ;o)

Mit der Popularität kam auch der sportliche Aspekt und auch viele selbsternannte "Fachleute". Einige von ihnen spielen gut Frisbee, haben aber keine Ahnung von Hunden, andere meinen, jeder kann für sich alleine weiterkommen und man braucht keine Trainer und einige meinen, man dürfe auf keinen Fall etwas reglementieren, gründen aber fleißig kleine Verbändchen :-) Wir betreiben Frisbee mit unseren Hunden dort, wo wir meinen, am besten aufgehoben zu sein: in unserem Hundesportverein, der dem DVG und VDH angeschlossen ist. Denn dort gehört Hundesport hin - in versierte, fachkundige Hände!

Für mich bleibt Disc-Dogging - wie schon vor sechs Jahren, als ich anfing mit "Frisbee Spielen" - eine tolle, sportliche Freizeitbeschäftigung mit meinem Hund, an der wir beide Spass haben wollen. Und damit der Spass nicht auf der Strecke bleibt bzw. beim Tierarzt endet, hier einige Tipps um Unfälle oder Spätfolgen zu vermeiden:

  • Den Hund vor dem Spielen aufwärmen (z.B. durch "lockeres" Kontaktspiel - das fördert zugleich die Motivation)
  • Nie auf zu hartem Untergrund (z.B. Asphalt) spielen, darauf achten, dass es sich um eine ebene Fläche ohne Löcher handelt.
  • Nicht zu harte, zu schwere oder zu große Frisbee's verwenden. Darauf achten, dass die Frisbees nicht scharfkantig sind. Auch "gute" Frisbees vor-/ während-/ nach dem Spiel immer wieder auf Bruchstellen bzw. scharfe Kanten überprüfen (die ggf. abschmirgeln ;-).
  • Den Hund nicht überfordern - gerade der Border Collie neigt dazu, eigene (Leistungs-) Grenzen zu ignorieren. Insbesondere bei warmer Witterung nur kurze Trainings-/ Spielsequenzen absolvieren.
  • Unbedingt den Hund vor dem Beginn des Trainings einmal auf seine "Sporttauglichkeit" hin beim Tierarzt "checken" lassen. Bei HD, Arthrose und orthopädischen Problemen auf Frisbee verzichten.
  • In der Nähe von Straßen oder ähnlichen Gefahrenquellen eher auf Frisbee verzichten.
  • Darauf achten, dass niemand in der Nähe belästigt oder gar gefährdet wird.

 

Nun kann's eigentlich los gehen. Anfangs tut es sicherlich die Frisbee aus Stoff aus dem Zoofachhandel um die Ecke. Später kann man dann auf "Sport- oder Profi" Scheiben umstellen. Gibt es zum Beispiel im Internet...

Mit dem Welpen oder Junghund fängt man ein leichtes Aufbautraining an, um ihn überhaupt an die Scheibe zu gewöhnen. In der Regel erfolgt dies durch einfaches Rollen der Scheibe. Es ist bei nicht ausgewachsenen Hunden darauf zu achten, dass sie nicht springen.

Später, beim ausgewachsenen Hund bringt man ihm das Spiel auf gleiche bzw. ähnliche Art bei. Man geht dann zu kurzen, flachen Würfen über. Um es gerade dem "Anfängerhund" leicht zu machen, sollte man nie auf den Hund zu bzw. über ihn hinweg werfen ("ungesunden" Drehungsversuche könnten die Folge sein...). Am besten immer in Laufrichtung des Hundes werfen.

Gerade der Border Collie wird das Frisbeespielen schnell lernen, zumal es seinen angeborenen Jagdinstinkt anspricht. Es fördert seine Konzentration und natürlich auch seine Kondition.

Sollten sie einen Border Collie mit "unkontrollierbarem" Jagdinstinkt (z.B. Jagdversuche auf Autos etc. pp.) und sowieso gerade Probleme im Gehorsam haben, sollten sie auf Frisbee (und ähnliche den Jagdinstinkt ansprechende Spiele) verzichten und bis zur Behebung des Problems beim Kontaktspiel bleiben.

Die Wurftechniken übt man übrigens am Besten erst einmal ohne Hund. Die wichtigsten (häufigsten) Techniken sind Vor- und Rückhand. Bei allen Würfen ist es wichtig, die Scheibe gut (fest) in der Hand zu haben, nur so ist eine stabile Flugbahn möglich.


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