Obedience

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Obedience

 

Obedience kommt aus dem Englischen und wenn man es einfach übersetzt, bedeutet es "Gehorsam". Obwohl es bereits in vielen anderen Sportarten einen Gehorsamsteil gibt, hat sich diese jüngere Sportart dennoch durchgesetzt.

Die Sportler selbst sagen gern, das Geheimnis sei "einordnen", nicht "unterordnen"! Wie in allen Sportarten ist auch hier Ehrgeiz gut, aber Verbissenheit der sichere Tod des Spaßes für den Hund!

Verlangt werden viele Übungen, wie es sie in anderen Bereichen schon gibt, wie z.B. "Fuß", "Sitz", "Platz", "Steh" (alles auch aus der Bewegung), "Bleib" sowie Apportübungen. Neu hingegen sind beispielsweise die Distanzkontrolle, die Geruchsunterscheidung und das Voraussenden zu einzelnen Pylonen, oder auch zu Quadraten (gestellt aus Pylonen).

Jetzt hier komplette Regelwerke zu veröffentlichen, würde zu sehr ins Theoretische abschweifen und auch den Rahmen sprengen, im Folgenden wollen wir nur kurz die wichtigsten Punkte anschneiden.

Gut, jetzt haben wir darüber gesprochen, dass es neue Übungen gibt, welche in den bisherigen Hundesportarten noch nicht abverlangt wurden, aber das tatsächlich Neue und Reizvolle ist die Tatsache, dass es kein Prüfungsschema gibt!

Bei anderen Sparten gibt es ein vorgeschriebenes Laufmuster, welches Hund und Hundeführer zu absolvieren haben. Schnell führt das zu einer Prüfungslähmung oder aber zu Aufmerksamkeitsverlust. Beim Obedience gibt es so etwas nicht. Bei jeder Prüfung denkt sich der Ringsteward und/oder Leistungsrichter einen neuen Weg aus. Es gibt zwar Übungen, welche auch klar benannt sind und vorkommen müssen, aber eben keine Reihenfolge.

Der Vorteil liegt auf der Hand. Der Hund muss tatsächlich immer voll aufmerksam sein und den Hundeführer hören wollen, da er niemals erahnen kann, welche Übung als nächstes von ihm verlangt wird. Viele Hunde neigen im bekannten Schema dazu, sich bereits vor der Sitz–Übung einfach nach hinten fallen zu lassen, da sie wissen, dass sie gleich das Hörzeichen "Sitz" bekommen. Genau dass kann im Obedience niemals passieren.

Der Vorteil für den Hundeführer ist der, dass man sich keine Wege einprägen muss, da man jeden Winkel, jede Wendung und auch alle Tempiwechsel angesagt bekommt. Wer sich nichts merken muss, kann auch nichts vergessen!

Da es in erster Linie um Präzision und Freude bei der Arbeit geht, ist auch Obedience wieder ein Sport, den man mit fast jedem Hund machen kann. Denn was für einen Molosser schon ganz genau passt, das ist für einen Malinois eher schlecht. Und genau diese Unterschiede fließen auch in die Bewertung ein.

Jedes Team setzt seinen eigenen Maßstab. Wichtig ist nur, dass man selbst Spaß am genauen Arbeiten mit dem Hund hat und dass man dem Hund die Ruhe und Zeit gönnt, die er braucht, um die einzelnen Kommandos auch tatsächlich zu begreifen.

Obedience ist Fleißarbeit und bedarf enormer Konsequenz in der eigenen Körperhaltung, da diese maßgeblich als Orientierung für den Hund genutzt wird. Auch in diesem Sport wird stark die Harmonie des Teams gefordert, welche dann auch mit in die Wertung eingeht, sollte man an einer Prüfung teilnehmen!

Um tatsächlich gerechte Wertungen vergeben zu können und die Einen weder zu überfordern, noch die Anderen zu langweilen, gibt es verschiedene Klassen.

Die Klassen unterscheiden sich in ihren Anforderungen, so dass man sich auch nur mit denen messen muss/kann, denen man auch bereits gewachsen ist. So kann der Sport von der reinen Freizeitbeschäftigung bis hin zum Weltklasse–Sport alles in einem sein. Jeder bestimmt selbst, wie weit er gehen möchte und welche Ziele er sich setzt.

Eines ist auf jeden Fall sicher, ein Hund, der im Obedience geführt wird, ist einer, der aus Einsicht gerne folgt und freudig für seinen Halter mit ihm arbeitet!

Laura mit Lynn... Heelwork


 

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